top of page

Bildungscampus Nord: Rot-Grün sagt "Nein" zu Zukunftsprojekt

  • Autorenbild: Florian Krumböck
    Florian Krumböck
  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Scharfe Kritik übt die Volkspartei St. Pölten an der Entscheidung der rot-grünen Stadtregierung, den geplanten Bildungscampus im Norden der Stadt nicht weiterzuverfolgen. Statt einer gemeinsamen Zukunftslösung für die Sonderschule Nord und die Volksschule Viehofen werde am Montag im Gemeinderat lediglich der Neubau der ASO am bestehenden Standort beschlossen. "Wir wollten drei Schulen weiterentwickeln. Rot-Grün baut jetzt eine", fasst VP-Vizebürgermeister Florian Krumböck zusammen.


So oder so ähnlich hätte der Bildungscampus aussehen können. Das Grundstück für einen Bildungsbau hinter dem EKZ Traisenpark wäre jedenfalls schon vorhanden.
So oder so ähnlich hätte der Bildungscampus aussehen können. Das Grundstück für einen Bildungsbau hinter dem EKZ Traisenpark wäre jedenfalls schon vorhanden.

"Rot-Grün denkt zu klein"

"Mit dem Bildungscampus Nord hätten wir nicht einfach zwei Schulen neu gebaut, sondern den gesamten Bildungsstandort im Norden St. Pöltens weiterentwickelt", ist Krumböck überzeugt. Ein neuer Campus hätte moderne Lernräume, gemeinsame Sport- und Mehrzweckflächen, großzügige Freiräume und eine nachhaltige Energieversorgung ermöglicht. "Bis heute wurden keine sachlichen Argumente gegen diese Lösung vorgebracht", so Krumböck.


Stattdessen investiert die rot-grüne Stadtregierung nun viel Geld in eine Lösung, die bereits am Tag ihrer Fertigstellung kaum zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet. "Gerade bei Schulgebäuden müssen wir in Jahrzehnten und nicht nur bis zum nächsten Budget denken. Rot-Grün denkt hier einfach zu klein", kritisiert Krumböck. Geplant ist nun ein Neubau am bestehenden Schulgelände. Die Bauarbeiten sollen dabei während des Schulbetriebs passieren, was besonders bei den dort unterrichteten Schülerinnen und Schüler eine weitere Herausforderung darstellt.


Sonderschule erhalten – Inklusion leben

Der Vizebürgermeister betont dabei, dass der Campus die wichtige Rolle der Sonderschule gestärkt und gleichzeitig neue Möglichkeiten der Inklusion geschaffen hätte: "Wir stehen klar zum Erhalt der Sonderschulen. Gleichzeitig wollen wir Inklusion dort ermöglichen, wo sie pädagogisch sinnvoll ist. Ein gemeinsamer Campus hätte beides ermöglicht: eigenständige Schulen mit gemeinsamen Begegnungsräumen und Projekten. Genau so gelingt gelebte Inklusion."


Übersiedelung der VS Viehofen hätte auch Chance für MS Viehofen geboten

Darüber hinaus hätte der Bildungscampus nach Ansicht der Volkspartei eine Reihe weiterer Entwicklungen ermöglicht. "Mit der Übersiedlung der Volksschule Viehofen wäre am bestehenden Schulstandort Platz entstanden, um die Mittelschule Viehofen schrittweise auszubauen und umfassend zu modernisieren. Damit hätten wir nicht nur zwei, sondern gleich drei Schulen nachhaltig weiterentwickeln können. Genau diese Gesamtbetrachtung fehlt der nun beschlossenen Lösung."


"Kinder verdienen mehr als Minimallösungen"

"Bildungsgebäude prägen unsere Stadt für Jahrzehnte. Deshalb braucht es Mut, größer zu denken. Die Kinder unserer Stadt verdienen Zukunftslösungen und keine Minimallösungen. Für eine solche Gesamtstrategie werden wir auch künftig eintreten", so Krumböck abschließend.

 

Kommentare


bottom of page