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Volkspartei steht klar hinter Kopftuchverbot

  • Autorenbild: Florian Krumböck
    Florian Krumböck
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Landeshauptfrau Mikl-Leitner, Landesrätin Teschl-Hofmeister und LAbg. Florian Krumböck wollen "junge Mädchen vor dem Kopftuch schützen".


Mit dem nahenden Schulstart steht auch der Beginn des Kopftuchverbots für unter 14-Jährige Mädchen an Österreichs Schulen in den Startlöchern. NEOS-Bildungsminister Wiederkehr folgt damit dem Vorbild an den niederösterreichischen Kindergärten


Bund folgt Beispiel aus Niederösterreich

„Ein Kopftuch für junge Mädchen wird als sichtbares Symbol der Unterdrückung und religiösen Vereinnahmung wahrgenommen. Als Mutter zweier Töchter bricht es mir das Herz, wenn ich kleine Kinder mit Kopftuch sehe. Wir wollen die Kinder in unserem Land schützen und allen Mädchen in Niederösterreich einen selbstbestimmten Start ins Leben ermöglichen. Deshalb haben wir in Niederösterreich als Teil unseres Aktionsplans gegen den radikalen Islam bereits ein Kopftuchverbot an unseren Kindergärten ausgesprochen", so Landeshauptfrau Mikl-Leitner.


"Gut, dass der Bund unserem Beispiel gefolgt ist und das Kopftuchverbot an den Schulen auch ab dem vor uns liegenden Schuljahr gelten wird. Eine Studie des Bildungsministeriums im Jahr 2019 erhob, dass mehr als 10 Prozent der muslimischen Schülerinnen in den Mittelschulen und Unterstufen der Gymnasien ein Kopftuch tragen. Das Kopftuchverbot ist daher ein wichtiges Instrument, um Mädchen vor einer frühzeitigen Stigmatisierung und religiösen Vereinnahmung zu schützen. Es gibt null Toleranz gegenüber integrationsunwilligen Eltern, die ihren kleinen Töchtern das Kopftuch aufzwingen. Kinder müssen sich frei entfalten können“, hält die Chefin der Volkspartei in Niederösterreich fest.


Niederösterreich steht bei der Umsetzung hinter den Lehrerinnen und Lehrer

„Klar ist: Die Lehrerinnen und Lehrer dürfen bei der Umsetzung des Kopftuchverbots nicht alleine gelassen werden. Der pinke Bildungsminister Wiederkehr ist gefordert dafür zu sorgen, dass unsere Schulen die notwendige Unterstützung erhalten. Ein Verbot, das schlussendlich nicht exekutiert wird, wäre wertlos", ist Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister überzeugt.


"Wir in Niederösterreich stehen voll hinter unseren Pädagoginnen und Pädagogen, die Bildungsdirektion ist in engem Austausch mit den Direktionen, um die Schulen auf den Start des Kopftuchverbots im neuen Schuljahr vorzubereiten. 210.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich werden ab September wieder die Schulbank drücken, das Kopftuch gehört für unter 14-jährige jetzt jedenfalls der Vergangenheit an“, so Teschl-Hofmeister.


Kopftuch steht für weibliche Unterordnung – Verbot ermöglicht spätere Selbstbestimmung

„Das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren steht für Kinderschutz und Gleichbehandlung. Niemand kann mir erklären, dass eine Volksschülerin freiwillig und vor allem in vollem Bewusstsein über dessen Bedeutung das Kopftuch aufsetzt. In Österreich entscheiden keine selbsternannten Sitten- oder Moralwächter darüber, wie Mädchen sich zu kleiden haben – weder online noch offline. Hier geht es nicht um ein einfaches Stück Stoff, sondern um die Frage, ob wir akzeptieren, dass man schon jungen Mädchen ein Symbol weiblicher Unterordnung aufzwingt. Jeder der sich gegen ein Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen ausspricht, kann nicht ganz bei Trost sein“, so Jugendsprecher LAbg. Florian Krumböck.


Er lehnt auch Vergleiche mit der jüdischen Kippa ab: „Das Verbot des Kopftuchs stellt keine Einschränkung, sondern die Ermöglichung späterer Selbstbestimmtheit dar. Es schützt gezielt jene Gruppe, die besonders sichtbar und strukturell von psychischer Fremdbestimmung und Rollenzwängen betroffen ist. Mit dem Tragen der Kippa sind keine Denkmuster, Praktiken und Verhaltensweisen, die etwa eine Sexualisierung bzw. Verinnerlichung schambezogener Körperwahrnehmung und einschränkende Geschlechterrollen zur Folge haben verbunden, wie das beim Kopftuch der Fall ist.“

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