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  • Florian Krumböck

Region braucht bessere Ideen als einen O-Bus

Die von drei SPÖ-Bürgermeister präsentierte Idee, einen O-Bus im Bezirk St. Pölten zu errichten, geht für Bundesrat Florian Krumböck und zahlreiche Gemeindevertreter aus dem ganzen Bezirk am grundsätzlichen Problem vorbei. Sie verlangen statt einem 120 Mio. Euro Parallel-Bus-Verkehr mehr Zusammenarbeit beim Busausbau in der Region St. Pölten.


„Die SPÖ will 120 Mio. Euro für die Verbindung von drei Städten ausgeben, die schon jetzt per Bahn verbunden sind und deren Verbindungen weiter verbessert werden. Dafür werden ohnehin viele Millionen Euro in den kommenden Jahren investiert. Statt einem teuren Parallel-Verkehr, der die meiste Zeit nur wenige Meter neben den bestehenden Gleisen fahren würde, brauchen wir eine echte Zusammenarbeit beim Busausbau in der Region St. Pölten“, ist Krumböck überzeugt.


Plan für flächendeckenden Bus-Ausbau gibt es

Einen Plan für einen flächendeckenden Ausbau des Busangebots wurde erst vor wenigen Tagen gemeinsam mit Landesrat Ludwig Schleritzko präsentiert. „Wir können durch eine neue Art der Bestellung den öffentlichen Verkehr im ganzen Bezirk flächendeckend ausbauen statt nur auf wenigen Straßenzügen. Die integrierte Ausschreibung von Linien-Bussen und Ruf-Angeboten soll etwa im Großraum der Landeshauptstadt ermöglichen, dass Menschen nicht länger als 30 Minuten auf den Öffentlichen Verkehr warten sollen“, so Krumböck. Das System könne bei den kommenden Ausschreibungen in den Jahren ausgerollt werden und müsse dabei nicht auf teure Energie-Infrastruktur warten.




Gemeinden wollen besseres Angebot statt teuren City-Lösungen

Der Obmann des Gemeindebunds im Bezirk St. Pölten, Gerersdorfs Bürgermeister Herbert Wandl, unterstützt Krumböck bei dessen Plänen. „In den Gemeinden sind wir es gewöhnt, mit Steuergeldern möglichst sparsam umzugehen. Mit Blick darauf wäre es sinnvoll, wenn wir Gelder in die Öffi-Erschließung neuer Regionen investieren statt Parallel-Verkehre zu implementieren.“


Neidlings Bürgermeisterin Barbara Egerer-Höld verweist auf den Status Quo, um die Notwendigkeit des Busausbaus in der ganzen Region zu verdeutlichen: „Während es nach Herzogenburg und Wilhelmsburg schon jetzt den ganzen Tag lang ein dichtes Öffi-Angebot gibt, haben viele Gemeinden noch Taktlücken, die es zu schließen gilt.“


„Bei den Planungen für die neuen Busangebote dürfen wir auch nicht darauf vergessen, dass wir allen Gemeindebürgerinnen und -bürgern solche bieten. Ein starres System für drei Städte bringt uns keinen Millimeter näher zu einer Lösung für unsere Katastralgemeinden in der Breite des Bezirks“, so Bürgermeisterin Daniela Engelhart aus Obritzberg-Rust.


„Der Vorschlag der SPÖ vergisst nicht nur auf die Vielzahl der Umlandgemeinden, sondern vor allem auf die Bevölkerung, die dort wohnt. Für Pendlerinnen und Pendler wäre eine flächendeckende Erschließung des Bezirks, wie es Ludwig Schleritzko und Florian Krumböck vorschlagen, ein deutlich besserer Schritt als der Plan der drei Traisental-Bürgermeister“, so Martin Horacek, gf. Gemeinderat in Böheimkirchen.


„Der O-Bus würde möglicherweise die Herausforderungen der Stadt St. Pölten lösen, die ihre Citybus-Flotte auf Basis von EU-Regeln elektrifizieren muss. Sie sorgen aber für keine Erleichterung bei den vielen Menschen, die in den St. Pöltner Umlandgemeinden wohnen und oft in St. Pölten arbeiten und dort zur Wertschöpfung beitragen“, so Alois Vogl, Bürgermeister von Kapelln.

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