Regio-S-Bahn: Neue Akkuzüge bestellt
- Florian Krumböck
- 12. März
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Der Ausbau der Regio-S-Bahn rund um St. Pölten macht einen weiteren Schritt nach vorne. Die ÖBB haben sieben Akkuzüge für die Strecke zwischen St. Pölten und Scheibbs bestellt. Die modernen Fahrzeuge sollen ab dem Fahrplanwechsel 2029 eingesetzt werden und damit die Grundlage für ein attraktiveres Bahnangebot im Mostviertel und in der Hauptstadtregion schaffen.
Damit wird nach den bereits bestellten 16 Akkutriebzügen für die Kamptalbahn die nächste Regionalstrecke modernisiert. Für viele Pendlerinnen und Pendler bedeutet das einen spürbaren Qualitätssprung.
„Alte Dieselzüge gehören Schritt für Schritt der Vergangenheit an. Moderne, barrierefreie Fahrzeuge mit mehr Komfort sind ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Verkehr für Pendler wirklich attraktiv zu machen“, sagt St. Pöltens Vizebürgermeister und Mobilitätssprecher im NÖ Landtag, Florian Krumböck.
Die neuen Garnituren bieten rund 160 Sitzplätze und damit deutlich mehr Kapazität in den Hauptverkehrszeiten. Zur Ausstattung zählen WLAN, Steckdosen und Klapptische. Gleichzeitig ermöglichen niveaugleiche Einstiege, Rollstuhlplätze und barrierefreie WCs einen deutlich besseren Zugang für alle Fahrgäste.
Mehr Tempo für die Regio-S-Bahn rund um die Landeshauptstadt
Für Krumböck ist die Bestellung der neuen Fahrzeuge ein wichtiger Schritt – aber nur ein Teil der notwendigen Entwicklung. Entscheidend sei nun, auch den Ausbau des Netzes konsequent voranzutreiben.
„Wenn wir wirklich mehr Menschen vom Auto in Bus und Bahn bringen wollen, dann brauchen wir ein klares Ziel: einen verlässlichen Halbstunden-Takt rund um St. Pölten, moderne Fahrzeuge und eine echte Regio-S-Bahn für die gesamte Hauptstadtregion“, betont er.
In den vergangenen Monaten sei der politische Druck auf die Verantwortlichen beim Ausbau der Infrastruktur jedoch spürbar gesunken. „Das dürfen wir uns nicht leisten. Gerade für eine wachsende Hauptstadtregion wie St. Pölten braucht es mutige Investitionen in den öffentlichen Verkehr.“
Traisentalbahn und Herzogenburg als nächste Schlüsselprojekte
Besonders wichtig sind aus Sicht Krumböcks die nächsten Schritte auf der Traisentalbahn sowie auf der Strecke Richtung Herzogenburg.
Nach der Elektrifizierung der Traisentalbahn setzt er sich für eine echte S-Bahn-Verbindung bis Wilhelmsburg ein. Diese könnte mehrere Stationen bedienen und auch frühere Haltestellen – etwa in Spratzern oder Hart-Wörth – wieder an das Bahnnetz anbinden.
Gleichzeitig müsse der zweigleisige Ausbau Richtung Herzogenburg deutlich schneller erfolgen als bisher geplant. Der derzeitige Zeitplan mit Umsetzung erst in den 2030er-Jahren sei für eine wachsende Region zu spät.
„Die Hauptstadtregion wächst. Wer Wachstum ernst nimmt, muss auch die Infrastruktur mitentwickeln. Eine leistungsfähige Bahn ist dafür ein zentraler Baustein“, so Krumböck.



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