"Pünktlichkeit bei ÖBB alarmierend"
- Florian Krumböck
- vor 4 Tagen
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Der Jahresbericht der Schienen-Control weist auf zahlreichen Bahnstrecken in Niederösterreich erhebliche Pünktlichkeitsprobleme aus. VPNÖ-Verkehrssprecher Florian Krumböck fordert von den ÖBB einen stärkeren Fokus auf Verlässlichkeit und Beförderungsqualität.
Der aktuelle Jahresbericht der Schienen-Control GmbH bestätigt, was viele Pendlerinnen und Pendler in Niederösterreich regelmäßig erleben: Auf zahlreichen Bahnverbindungen blieb die Pünktlichkeit im Jahr 2025 deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Viele Strecken unter 90% Pünktlichkeit
Besonders betroffen waren die Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und dem Waldviertel, die Nordwestbahn, die Laaer Ostbahn, die Nordbahn sowie die Südbahn. Auf diesen Strecken lag die Pünktlichkeitsquote bei weniger als 90 Prozent.

Auch auf der Westbahn zwischen Amstetten und St. Pölten, der Kremserbahn, der Franz-Josefs-Bahn zwischen Absdorf-Hippersdorf und Wien Franz-Josefs-Bahnhof, der Verbindung Krems–Stockerau, der Flughafenstrecke Richtung Bratislava sowie der Ostbahn wurden lediglich Werte zwischen 90 und 95 Prozent erreicht.
„Der Bericht zeigt alarmierende Pünktlichkeitswerte der ÖBB im niederösterreichischen Nahverkehr. Für Tausende Menschen geht es dabei nicht um abstrakte Statistiken, sondern um ihren täglichen Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder nach Hause“, erklärt VPNÖ-Verkehrssprecher LAbg. Florian Krumböck.
Verlässlichkeit muss wieder Priorität bei ÖBB haben

Krumböck sieht sich durch die Ergebnisse in seiner bereits im Zuge der Budgetdebatte im NÖ Landtag geäußerten Kritik bestätigt. Die steigenden Fahrgastzahlen seien grundsätzlich erfreulich, dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Qualität des Angebots stimmen müsse.
„Die ÖBB müssen die Beförderungsqualität endlich wieder in den Mittelpunkt stellen. Pendlerinnen und Pendler haben ein berechtigtes Recht auf einen verlässlichen Fahrplan und pünktliche Verbindungen“, betont LAbg. Florian Krumböck.
Auch 2026 keine Verbesserung bei Pünktlichkeit in Sicht
Besonders besorgniserregend sei, dass bislang keine nachhaltige Verbesserung erkennbar sei. Im laufenden Jahr hätten die ÖBB im Nahverkehr noch in keinem Monat ihr eigenes Pünktlichkeitsziel von 95 Prozent erreicht. „Alles deutet darauf hin, dass sich die enttäuschende Entwicklung auch 2026 fortsetzt. Es reicht nicht, neue Rekorde bei den Fahrgastzahlen zu feiern. Mindestens genauso wichtig ist es, die Qualität des Angebots nachhaltig zu verbessern und das Vertrauen der Pendlerinnen und Pendler zurückzugewinnen“, so Krumböck abschließend.



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