Krumböck legt neuen Öffi-Plan für St. Pölten vor
- Florian Krumböck
- 17. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Schluss mit parteipolitischem Schlagabtausch: VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck präsentiert einen eigenen Öffi-Plan für St. Pölten – mit klaren Forderungen zu LUP, Regio-S-Bahn und Park-&-Ride-Anlagen.

Während sich der rote Bürgermeister, der rote Verkehrsminister und der blaue Verkehrslandesrat ihren Streit über den öffentlichen Verkehr über die Medien liefern, wächst bei vielen St. Pöltnerinnen und St. Pöltnern der Ärger. Für VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck ist klar: „Die Menschen erwarten sich Lösungen – keine parteipolitischen Scharmützel.“ Deshalb legt er nun einen eigenen Öffi-Plan für die Landeshauptstadt vor.
Kernpunkte des Plans sind eine verlässliche Angebots- und Finanzierungsstruktur für den Stadtbus LUP, deutlich mehr Tempo beim Ausbau der Regio-S-Bahn sowie Park-&-Ride-Anlagen an den Stadteinfahrten und Bahnhaltestellen.
LUP als Rückgrat des Stadtverkehrs

Für Krumböck steht fest, dass der LUP nicht für politische Profilierung missbraucht werden darf. „Der LUP ist das Rückgrat des innerstädtischen Verkehrs. Er braucht eine alltagstaugliche Planung für Pendlerinnen und Pendler, für ältere Menschen und für Jugendliche“, betont er. Stadt und Land müssten dazu endlich gemeinsam Lösungen erarbeiten. „Was es jetzt braucht, ist ein gemeinsamer Tisch und eine Abrüstung der Worte.“
Auch der Bund stehe in der Verantwortung. „Wer auf europäischer Ebene neue Regeln beschließt, muss in Österreich auch die finanzielle Verantwortung übernehmen. Verkehrsminister Peter Hanke ist gefordert, bei der Finanzierung der notwendigen Elektrifizierung nachzubessern und Städte und Länder nicht im Regen stehen zu lassen“, so Krumböck.
Mehr Druck und Tempo bei der Regio-S-Bahn
Deutlich kritischer wird Krumböck beim schleppenden Ausbau der Regio-S-Bahn. „Ein Halbstunden-Takt, barrierefreie Fahrzeuge und klare Ausbauziele sind das absolute Minimum, wenn wir Menschen wirklich vom Auto in Bus und Bahn bringen wollen“, stellt er klar. Nach der Landtagswahl 2023 sei der politische Druck in Stadt und Land spürbar gesunken.

Ein besonderes Augenmerk legt Krumböck auf die Traisentalbahn und die Verbindung nach Herzogenburg. Nach der Elektrifizierung der Traisentalbahn will er sich für eine echte S-Bahn bis Wilhelmsburg einsetzen. Diese soll sechs Stationen umfassen – inklusive der Wiederanbindung der aufgelassenen Haltestellen in Spratzern und Hart-Wörth. Gleichzeitig fordert er mehr Tempo beim zweigleisigen Ausbau Richtung Herzogenburg. „Dieser darf nicht erst in den 2030er-Jahren Realität werden und schon gar nicht zur Schließung der Haltestelle Oberradlberg führen. Die Fehler aus dem Süden der Stadt dürfen sich nicht wiederholen“, warnt Krumböck.
Park & Ride als pragmatische Lösung
Als dritten zentralen Baustein nennt Krumböck Park-&-Ride-Anlagen mit direkter Anbindung an S-Bahn und LUP. „Park-&-Ride-Anlagen an Bahnhaltestellen und an den Endpunkten des LUP entlasten die Stadt, reduzieren Staus und machen den Umstieg einfach. Das ist keine Ideologie, sondern pragmatische Verkehrspolitik für eine wachsende Landeshauptstadt“, hält er fest.
Zum Abschluss richtet Krumböck einen klaren Appell an alle Verantwortungsträger: „St. Pölten braucht keine Schlagzeilen, sondern Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Wer Verantwortung trägt, muss sie auch wahrnehmen – im Interesse jener Menschen, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind. Rot-blauer Theaterdonner hilft dabei niemandem.“





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