VP will neuen Stadtentwicklungsplan für St. Pölten
- Florian Krumböck
- 12. Jan.
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St. Pölten ist in den letzten Jahren zu schnell und oft ungeordnet gewachsen. VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck fordert daher einen Neustart in der Stadtentwicklung: mit einem übergeordneten Stadtentwicklungskonzept, verbindlichen Plänen für jeden einzelnen Stadtteil, echter Bürgerbeteiligung und eigenen Stadtteilbudgets.
Wie soll sich St. Pölten in den kommenden zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren entwickeln? Für VP-Spitzenkandidat Florian Krumböck ist klar: Diese Frage darf nicht länger hinter verschlossenen Türen oder projektweise entschieden werden. „Unsere Stadt braucht wieder einen klaren Plan. Und dieser Plan muss gemeinsam mit den Menschen entstehen, die in den einzelnen Stadtteilen leben“, so Krumböck.
Schluss mit Stückwerk und Überhitzung
In den vergangenen Jahren sei St. Pölten stark gewachsen – zu stark und zu wenig gesteuert, kritisiert Krumböck. „Zuzug wurde zugelassen, ohne Infrastruktur, Verkehr, Schulen oder Grünräume ausreichend mitzudenken. Das hat in vielen Stadtteilen zu Überlastung und Unmut geführt.“ Statt einzelner Prestigeprojekte brauche es nun ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept, das Wachstum lenkt, Qualität sichert und die Identität der Stadtteile bewahrt.
Ein Plan für jeden Stadtteil
Kern der Forderung der Volkspartei ist ein verbindlicher Entwicklungsplan für jeden Stadtteil. „Spratzern hat andere Bedürfnisse als Viehofen, Stattersdorf andere als Pottenbrunn oder die Innenstadt“, betont Krumböck. In diesen Stadtteilplänen sollen unter anderem festgelegt werden:
wie viel und welche Art von Bebauung möglich ist,
wo Grün- und Freiräume gesichert werden,
wie Verkehr, Parken und öffentlicher Verkehr organisiert werden,
welche Infrastruktur – von Kinderbetreuung bis Nahversorgung – gebraucht wird.
„So schaffen wir Klarheit für die Bevölkerung, für Investoren und für die Stadt selbst“, so Krumböck.
Bevölkerung einbinden – nicht nur informieren
Ein zentrales Element des neuen Zugangs ist die Einbindung der Bevölkerung. „Bürgerbeteiligung darf kein Alibi sein“, stellt Krumböck klar. Geplant seien Stadtteil-Workshops, Bürgerforen und transparente Rückmeldungen darüber, welche Vorschläge umgesetzt werden und warum andere nicht. „Die Menschen kennen ihren Stadtteil am besten. Dieses Wissen müssen wir nutzen, statt darüber hinweg zu planen“, ist Krumböck überzeugt.
Stadtteilbudgets für mehr Verantwortung vor Ort
Ergänzend dazu fordert Krumböck eigene Stadtteilbudgets. Diese sollen es ermöglichen, kleinere Projekte unbürokratisch umzusetzen – etwa für Spielplätze, Begrünung, Aufenthaltsräume oder Verkehrsberuhigung.„Stadtteilbudgets stärken die Verantwortung vor Ort und zeigen, dass Beteiligung auch konkrete Ergebnisse bringt“, so Krumböck.
Plan statt Zufall
Für den VP-Spitzenkandidaten ist klar: Ein neues Stadtentwicklungskonzept ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Lebensqualität. „Wir wollen das Wachstum entschleunigen, lenken und gestalten – im Interesse der heutigen Bevölkerung und zukünftiger Generationen.“Abschließend hält Krumböck fest: „St. Pölten braucht keinen weiteren Flickenteppich, sondern einen neuen Plan. Einen Plan für die ganze Stadt – und einen klaren Plan für jeden einzelnen Stadtteil.“





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