• Florian Krumböck

ÖVP: Beim Wachstum nicht auf Ältere vergessen

Nachdem die Volkspartei bereits notwendige Infrastruktur für die jüngsten St. Pöltnerinnen und St. Pöltner gefordert hat (sh. hier), zeigt sie nun auf, dass beim Wachstum auch nicht auf die ältere Generation vergessen werden darf. Die ÖVP fordert die Schaffung von Tages- & Nachbarschaftszentren, Engagement für mehr Pflegeangebote und will St. Pölten zur demenzfreundlichen Stadt machen.


Die Landeshauptstadt wird in den kommenden Jahren immer weiter wachsen und mit ihr mit wächst auch die Zahl der älteren Stadtbewohnerinnen und

-bewohner. „Diese Entwicklung ist absehbar und wissenschaftlich belegt. Die SPÖ-Stadtführung hat bislang aber nicht merkbar darauf reagiert. Aus diesem Grund fordern wir, bei der Stadtentwicklung auch die Bedürfnisse der heutigen, aber auch jene der künftigen Seniorinnen und Senioren im Blick zu haben. Die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner sollen ein möglichst langes und glückliches Leben führen können“, halten St. Pöltens Vizebürgermeister Matthias Adl und Marion Gabler-Söllern, Obfrau des St. Pöltner Hilfswerks und Kandidatin zur Gemeinderatswahl, fest.


Der Blick in den aktuellen Altersalmanach des Landes zeigt die Entwicklungen auf. So wird etwa die Zahl der über 80-Jährigen zwischen 2020 und 2035 um mehr als 930 Personen bzw. 27% steigen.


Neue Tages- & Nachbarschaftszentren gegen Vereinsamung

„Für die Zukunft der Stadt braucht es daher Angebote für ein aktives Altern und gegen die Einsamkeit im Alter, die wir immer wieder sehen. Gleichzeitig braucht St. Pölten auch niederschwellige Angebote, um sich an Betreuung und Pflege zu gewöhnen. Wir schlagen daher die Schaffung von Tages-/Nachbarschaftszentren für ältere Menschen in den Stadtteilen vor. Sie sollen ein Miteinander im Alter ermöglichen, pflegende Angehörige entlasten und auch zum generationenübergreifenden Austausch einladen“, skizziert Marion Gabler-Söllner die Idee der Volkspartei.


Vorsorge für Pflegeversorgung treffen

Mit der Zahl der Älteren steigt aber auch der Bedarf an verschiedensten Pflegeangeboten. Über alle Betreuungsformen (stationäre Betreuung, 24-Stunden-Betreuung oder mobile Betreuung) hinweg, rechnen die Experten des Landes mit einer höheren Nachfrage von 31 Prozent.


„Noch etwas höher liegt der Wert sogar, wenn wir nur die stationäre Betreuung betrachten. Auch wenn unser Ziel ist, Menschen möglichst lange in den eigenen vier Wänden betreuen zu können, müssen wir uns dennoch mit der Frage auseinandersetzen, wie wir den Bedarf an stationärer Pflege in den nächsten Jahren abdecken wollen. Aus diesem Grund wollen wir uns in den kommenden fünf Jahren für ein weiteres Pflege- und Betreuungszentrum in der Landeshauptstadt einsetzen“, so Vizebürgermeister Adl.


Leben mit Demenz in St. Pölten erleichtern

„Wir wollen den Blick auf jene richten, die keine Lobby haben – damit beim Wachstum der Stadt nicht auf sie vergessen wird. Beim Thema ‚demenzfreundliche Stadt‘ geht es darum, Angebote, Vereine, Heime, Hilfsorganisationen und öffentliche Stellen zum Thema Demenz in der Stadt besser untereinander zu vernetzen – um die Angebote zu bündeln und den Betroffenen und ihren Angehörigen beiseite zu stehen. Es soll der Austausch zwischen den Angehörigen ermöglicht werden. So könnte ein one-stop-shop zum Thema Demenz für die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner geschaffen werden. Wir dürfen die Familien der Landeshauptstadt nicht mit ihren Sorgen alleine lassen“, fordert Vizebürgermeister Adl.


„Demenzerkrankungen steigen mit zunehmendem Alter rapide an. Sind es bei 60 bis 64-jährigen nur 0,6 Prozent, die an Demenz erkrankt sind, so sind es bei den 80 bis 84-jährigen bereits 12,1 Prozent und bei den über 90-jährigen 40,8 Prozent. Es ist also eine Krankheit, die unsere alternde Gesellschaft in der Zukunft noch viel mehr beschäftigen wird, als heute. Denn es sind nicht nur die Betroffenen selbst, die Unterstützung brauchen – es sind auch die Familien und Freunde in ihrem Umfeld. St. Pölten soll ein Ort sein, an dem man gut und gerne alt werden kann – dafür möchte ich mich einsetzen“, betont die Obfrau des St. Pöltner Seniorenbundes, Christine Grilz, die auf Platz 19 für die Volkspartei St. Pölten bei der Gemeinderatswahl kandidiert.

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